Campari - die bittersüße Verführung

Campari ist ein Getränk, das ich von meinem Opa kenne. Seit ich denken kann, hatte er immer eine Flasche dieses schmackhaften Gesöffs in seinem Kühlschrank stehen. Als ich irgendwann alt genug dafür war, hat er mir, immer wenn ich zu Besuch kam, ein Gläschen Campari-Orange angeboten, was ich dann gerne annahm.

Noch heute erinnert mich der Geschmack an meine Besuche bei ihm. Er lässt die Atmosphäre, den schweren, leicht süßlichen Geruch wieder auferstehen, der früher im Haus meiner Großeltern vorherrschte und den mein Opa mit den Möbeln, die er später in das betreute Wohnheim mitnahm, hinüberbrachte in sein neues Heim.

Noch heute, viele Jahre später, trinke ich Campari mit seiner etwas bitteren Geschmacksnote, sehr gerne. Sicher ist er nicht jedermanns Sache, sein Geschmack ist eigenwillig. Aber gerade das mag ich gerne. Er ist nicht so süß, er lässt sich nicht in einen Standard pressen, er ist eigen und damit wird er auch besonders.

Neben dem klassischen Campari-Orange gibt es noch zahlreiche andere Rezepte, die man leicht zu Hause nachmachen kann.

So zum Beispiel der Latin Lover's Kiss, der aus 3 cl Campari, 1 cl Himbeersirup und 2 cl Sahne besteht. Die Zutaten werden kräftig verrührt und in ein mit Eiswürfeln gefülltes Cocktailglas abgefüllt.

Zu empfehlen ist auch die Variante eines Camparis mit Orangensaft und Sekt. Die Zutaten werden gut vermischt und in einem Longdrinkglas serviert. Also Deko eignet sich eine Scheibe Orange für den Glasrand.

Die etwas fruchtigere Variante mit 5 cl Kirschsaft, 5 cl Orangensaft, 5 cl Campari und 5 cl Sodawasser wirkt im Sommer sehr erfrischend.